Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten

Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten

DER Kultur-Podcast aus Wien Rudolfsheim-Fünfhaus

Rudolfsheim-Fünfhaus hat seinen eigenen Podcast!

Im Fokus sind interessante Menschen & Themen aus Vergangenheit und Gegenwart des 15. Wiener Gemeindebezirks. Betrieben wird "Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten" von der ehrenamtlichen Leiterin des Bezirksmuseums Rudolfsheim-Fünfhaus, Brigitte Neichl. Mehr Infos unter www.museum15.at

Transkript

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00:00:00: Intro

00:00:37: Jetzt wird's schön langsam fad ...

00:00:39: Wie? Du willst mir dem Podcasten aufhören? Wo denkst Du hin! Niemals! Meinst Du die Renovierungsarbeiten im Museum, die sich jetzt doch bis mindestens Ende April hinziehen werden?

00:00:49: Das allerdings auch. Aber ich mein die Gesamtsituation. Corona, Lockdown und so weiter. Ja genau das.

00:00:56: Aber ich will nicht weiter jammern. Wir sind ja inzwischen bekannt dafür, das Beste aus der Situation zu machen. Also gehen wir es an.

00:01:06: Hallo und herzlich willkommen, liebe Hörerin, lieber Hörer, zur 32. Folge vom Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten.

00:01:15: Mein Name ist Brigitte Neichl.

00:01:17: Dieser Podcast wird Ihnen präsentiert vom Bezirksmuseum Rudolfsheim-Fünfhaus, dem Veranstaltungsmuseum im Herzen des 15. Bezirks.

00:01:27: Das Museum bietet Ausstellungen, Veranstaltungen und Events für Erwachsene und Kinder und diesen Podcast.

00:01:36: Mehr dazu finden Sie auf www.museum15.at

00:01:41: Mein Co-Moderator ist in bewährter Weise Maurizio Giorgi. Hallo Brigitte! Nach dem etwas melancholisch angehauchten Beginn der heutigen Folge geht's aber äußerst positiv weiter. Ja das stimmt.

00:01:54: Im heutigen Interview kommt eine unserer Kolleg*innen zu Wort. Stefanie Gilli ist seit Anfang 2020,

00:02:02: knapp vor Beginn der Covid-19 Pandemie, an Bord und sie kümmert sich um die Transkription unserer zahlreichen Urkunden.

00:02:11: Das geht auch trotz Lockdown und Homeoffice? Ja, das funktioniert sogar erstaunlich gut.

00:02:18: Na da bin ich aber schon gespannt. Legen wir los? Unbedingt! Los geht's!

00:02:22: Wir haben uns ja in der Jänner-Episode von Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten, in der Folge 29,

00:02:30: bei unserem Ausblick auf das Jahr 2021 unter anderem vorgenommen, die Mitarbeiter*innen des Bezirksmuseum vorzustellen.

00:02:38: Damit wollen wir heute beginnen. Nur kurz zur Erklärung: Wir führen dieses Interview via Zoom, da wir uns gerade wieder in einer Phase des Lockdown befinden.

00:02:49: Nichtsdestotrotz, herzlich willkommen liebe Stefanie! Danke schön, liebe Brigitte, auch ein herzliches Willkommen von mir und ich bin sehr gespannt auf das Interview heute. Ich auch!

00:02:58: Stefanie Gilli studiert Jus, interessiert sich für historische Dokumente und deren Transkription

00:03:08: und verstärkt das Museumsteam seit 2020 im Wissenschaftlichen Service. Vorgestellt hast Du Dich aber glaub ich schon 2019, wenn ich das richtig gesehen hab. Ja, im Dezember, ja. Ja genau.

00:03:21: Liebe Stefanie, möchtest Du Dich unseren Hörerinnen und Hörern ein wenig vorstellen und erzählen,

00:03:27: wie Du auf das Bezirksmuseum aufmerksam geworden bist und was deine Motivation für die ehrenamtliche Mitarbeit ist und was genau Dein Aufgabenbereich ist.

00:03:37: Sehr gerne. Also, wie Du schon erwähnt hast, studiere ich eben Jus, interessiere mich aber daneben auch sehr für geschichtliche Themen und vor allem auch für Kurrentschrift und Ahnenforschung.

00:03:49: Und bin auf der Ehrenamtsbörse, auf der Website in Wien, auf die Anzeige des Bezirksmuseums gestoßen, die eben ehrenamtliche Mitarbeiter suchen, für die Transkription von historischen Urkunden.

00:04:01: Und weil mich dieser Themenbereich sehr interessiert, habe ich beschlossen, mich zu bewerben und bin ja Gott sei Dank dann noch aufgenommen worden.

00:04:07: Wir sind auch sehr froh, dass wir Dich haben. Danke schön. Meine Motivation, ja ich muss sagen, ich war schon als Kind immer ehrenamtlich aktiv, ich hab ministriert und Jungschar und bei ihm irgendwelchen Festen im Ort und so geholfen,

00:04:22: und mir war es einfach wichtig auch, etwas zurückzugeben

00:04:25: und mich einfach zu engagieren. Und ich finde ein Museum ist auch ein sehr wichtiger Ort, weil man aus der Vergangenheit eben viel lernen kann.

00:04:32: ich finde das sehr wichtig, dass diese ganzen Informationen auch erhalten bleiben. Und mein Aufgabenbereich, ja prinzipiell transkribier ich eben die historische Urkunden,

00:04:41: die, die wir im Museum haben, aber eventuell auch, wenn jemand eben etwas für eine Recherche benötigt oder für einen Blogbeitrag.

00:04:49: Und wir haben dann auch dran gearbeitet, dass wir eben eine Liste erstellen, um die Urkunden auch zu verzeichnen, welche haben wir, damit es ein bisschen übersichtlicher wird und man auch für Recherchen viel schneller finden kann, ob Urkunden vorhanden sind,

00:05:03: und zu welchen Themen. Das ist wirklich ein sehr wichtiger

00:05:06: Aufgabenbereich, den wir bis jetzt noch nicht so detailliert ausgearbeitet hatten und da bist du wirklich Pionierin auf diesem Gebiet, auch,

00:05:17: Ja, dann kommen wir zur zweiten Frage. Ich habe es ja schon angesprochen, wir sind im Moment gerade wieder im Lockdown und können uns nicht persönlich treffen.

00:05:27: Das hat ja auch Auswirkungen auf Deine Arbeit fürs Museum.

00:05:31: Wie sieht Deine Tätigkeit da aus, wie schaffst Du es, trotz dieser Widrigkeiten, Urkunde um Urkunde zu transkribieren?

00:05:39: Und, bezugnehmend auf den Titel dieser Folge, was macht für Dich den "Zauber der Urkunde" aus? Also, ich muss sagen, ich arbeite ja schon fast ein Jahr eigentlich im Homeoffice. Weil kurz nachdem ich mich vorgestellt hab, ist ja dann Corona gekommen.

00:05:53: Und es funktioniert relativ gut, weil Du mir ja, Gott sei Dank, immer wieder Urkunde einscannst und das am Computer total gut funktioniert,

00:06:01: da kann man sehr gut heranzoomen und die Schriften da viel besser irgendwie lesen, vergleichen. Geändert hat sich natürlich, dass ich eben diese Urkunden, die Du mir einscannst, dann transkribiere.

00:06:11: Und meine Tätigkeit so generell. Also ich verschaffe meist zunächst einmal einen Überblick, wir haben ja teilweise schon einen Text dazu für die Urkunden. Da steht zum Teil drauf, welche Personen sind involviert, um

00:06:21: was geht es ungefähr im Groben. Dann schaue ich mir das mal an, dann transkribiere ich mal einfach das Dokument.

00:06:27: Falls ich irgendwelche Wörter nicht sofort transkribieren kann, lasse ich die mal aus, weil oft dann am Ende, hat man ähnliche Wörter im Text. Man hat vielleicht auch das selbe Wort im Text, einmal leserlicher geschrieben.

00:06:39: Und wenn mans gar nicht lesen kann, dann ist es oft auch einfach so, dass man einfach Buchstabe für Buchstabe das Wort durchgeht, sich die anderen Buchstaben anschaut, wie schreibt der Verfasser diese.

00:06:49: Und oft daher kann auch Rückschlüsse ziehen oder wenn es irgendwelche Ortsangaben sind, wo mir nur ein Buchstabe oder zwei fehlt, google ich auch das oft und da kann man auch sehr viele Rückschlüsse dann daraus ziehen.

00:06:59: Ich recherchiere dann auch  immer ein bisschen dazu. Also wenn es irgendwelche Personen gibt oder vielleicht doch irgendwelche Begriffe, die heute nicht mehr verwendet werden.

00:07:07: Und am Schluss trage ich das eben in unsere Tabelle ein, wo dann eben drin steht, welche Urkundennummer gibt es, was ist der Inhalt dieser Urkunde, welche Personen sind da enthalten, wo im Museum befindet sie sich auch, was ich auch sehr wichtig finde, was natürlich für Recherchen dann toll ist,

00:07:21: dass man schneller den Standort dann findet. Das ist eigentlich so meine Tätigkeit. Den Zauber der Urkunde macht für mich aus, dass man eben sieht, welche Schriften wurden früher verwendet,

00:07:31: welche Begriffe wurden verwendet, die man heute vielleicht gar nicht mehr kennt. Und auch zum Spielen, wenn man ein Konvolut an Urkunden hat von einer Person. Das man Stück für Stück so ein bisschen das Leben nachvollziehen kann, dieser Person. Das finde ich extrem spannend, das man da gut eintauchen kann.

00:07:45: Das ist für mich so der Zauber. So geht's mir ein bisschen mit mit den ANNO-Artikeln, den Online-Artikel von Anno, wenn ich die recherchiere.

00:07:55: Das kann man Gott sei Dank ein bisschen besser lesen, aber auch da ergibt sich, wenn man da 3, 4, 5 Artikel hat, auf einmal erwachen dann diese Personen oder diese Orte zum Leben.

00:08:07: Das finde ich auch sehr sehr, sehr spannend. Also das kann man wirklich schön nachvollziehen, was diesen Zauber ausmacht, dass man einfach Buchstaben zum Leben erweckt, das ist einfach sehr schön

00:08:19: und nicht nur für dich selbst, sondern für andere, damit gehen wir dann über zum sozialen

00:08:25: Charakter eines Museums. wir machen das ja nicht nur für uns, damit wir uns freuen, dass wir das jetzt entziffert haben, sondern wir geben das auch weiter.

00:08:33: Ja, die dritte Frage an meine Interview-Gäste hat immer ganz konkret mit dem 15. Bezirk zu tun.

00:08:39: Ich möchte daher auch Dich fragen. Was sind deine Bezüge zum 15 Bezirk?

00:08:45: Was fasziniert Dich an Rudolfsheim-Fünfhaus und was sind deine Lieblingsplätze

00:08:50: (ausgenommen das Bezirksmuseum natürlich). Also ich muss sagen, ich hatte da nicht so wirklich die großen Bezüge zu 15. Bezirk, bevor ich eben zum Bezirksmuseum.  Oder eben Mal in die Lugner City gehen oder eben beim Westbahnhof,

00:09:05: oder irgendwelche Clubs gehen vielleicht im 15. Bezirk , aber sonst hat der Bezug nicht so wirklich da.

00:09:11: ich finde es aber extrem spannend. Also ich habe vorhin nicht so viel dafür davon gewusst, und ich finde es sehr spannend, wie viel Veranstaltungen und Angebote es dann doch im 15. gibt,

00:09:20: die man dann auch immer bei unserem Podcast erfährt. Mich fasziniert an Rudolfsheim-Fünfhaus auch ein bisschen die Vielfalt an Menschen und an verschiedenen Kulturen und auch an Angeboten, was es eben gibt.

00:09:29: Oder dieses Reindorfgassenfest, von dem Du mal erzählt hast. Also das ist einfach extrem spannend, was es dann für Veranstaltungen auch gibt.

00:09:36: Und Lieblingsplätze habe ich noch nicht so wirklich, muss ich sagen. Was mir sehr gefallen hat, war der Rustensteg, 

00:09:41: und das werde ich dann näher erkunden, wenn ich wieder mal im Museum sein kann, dann nach Corona. Bin schon mal drüber spaziert, und habe ichs voll cool gefunden, das hat mir richtig gut gefallen. Ja, dann hoffen wir nicht nur deshalb, das der Lockdown bald vorbei ist und Du Dir den 15. Bezirk

00:09:55: näher zu Gemüte führen kannst.

00:09:57: Und ich danke Dir wirklich sehr für deine Arbeit. Die ist wirklich sehr wichtig, also das ist nicht nur einfach

00:10:04: Beschäftigung, dass man halt irgendwas tut, sondern das kommt wirklich in die Mitte der Arbeit hinein. Das ist etwas, was wir wirklich für die Recherche und auch für neue Sonderausstellungen braucht. Wir haben ja nächstes Jahr, 2022, das Thema "Medizin", da bist Du ja auch schon dran, dass Du

00:10:22: Urkunden, die dazu passen, schon transkribierst. Und dann wissen wir schon, was können wir verwenden, was können wir vielleicht sogar ausstellen.

00:10:31: Und daher vielen, vielen Dank.

00:10:34: Und ich hoffe, dass du uns noch sehr lange erhalten bleibst. Danke schön! Danke für die Wertschätzung für meine Arbeit. Das finde ich auch sehr schön immer, dieses Lob zu bekommen. Das motiviert einen auch weiterhin,

00:10:44: gut zu arbeiten und weiter zu machen. Danke! Tschüss! Baba, tschüss! Obwohl ich Stefanie ja gut kenne, war doch sehr viel Neues dabei. Besonders spannend fand ich die Stelle, wo sie erzählt,

00:10:57: wie sie bei der Transkription der Urkunden vorgeht. Für mich sind das ja teilweise hieroglyphenartige Gebilde, aber mit einem geübten und geschulten Auge kann man den Schriftstücken ihre Geheimnisse doch entlocken.

00:11:09: Stimmt! Es ist faszinierend, den Buchstaben und Worten auf die Spur zu kommen und Menschen und Begebenheiten zum Leben zu erwecken.

00:11:18: Schön, dass wir so eine engagierte Mitarbeiterin im Team haben und von ihren Kenntnissen profitieren können.

00:11:26: Wir als Museum, aber auch Sie liebe Hörerin, lieber Hörer, als Besucherinnen und Besucher unserer Ausstellungen und als Leser und Leserinnen unserer Blogartikel. Du sagst es.

00:11:37: Und jetzt wird es wieder Zeit für unsere Grätzelberichte, die von Karin Elise Sturm aus dem Süden von Rudolfsheim-Fünfhaus,

00:11:45: und von Karin Martiny aus dem Norden des 15. Bezirks kommen.

00:11:50: Beginnen wir mit Karin Süd "Southy". Karin, wo bist Du heute unterwegs?

00:11:56: Hallo liebe Hörerinnen und Hörer, heute befinde ich mich an einem interessanten Ort in der Anschützgasse 6a.

00:12:03: Ich bin zu Besuch bei Katharina Lichtenberg. Sie leitet hier eine Filmfirma "Making movies happen" und macht zum Ausgleich von ihrem stressigen Job sehr schönen Schmuck, den sie hier im Geschäft und

00:12:15: mit einem Webshop auch verkauft.

00:12:18: Hallo Katharina! Hallo Karin! Du, vor eurem Lokal steht ein Sessel auf dem steht "Pause - Need a break" glaube ich, steht drauf. Was ist das und der hat er sogar eigene Facebook-Seite, hab ich gehört. Ja genau. 

00:12:32: Also das ist mein Pause-Sessel und dann habe ich gemerkt und und mitkriegt, dass sie dann die Leute also einfach andere Leute kurz die Einkaufstaschen abstellen und am Handy was nachschauen und dann,

00:12:44: genau und dann habe ich mal die Beschriftung gemacht,

00:12:46: und ich wollte dann einfach das irgendwie signalisieren, dass es voll okay ist, wenn sich da wer hinsetzt. Euer Haus hat ja mehrere Funktionen: Es ist Dein Atelier für die Schmuckproduktion,

00:12:58: es ist co-working space - ihr vermietet also Arbeitsplätze - es ist ein Büro der Filmfirma "making movies happen"

00:13:06: und Du wohnst auch hier in dem Haus. Deine Themen sind also Filmproduktion und Schmuckdesign.

00:13:11: Ich bin schon seit 1999 beim Film und schon sehr lang in der Produktion. Ich hab Wirtschaft und Architektur studiert und der kreative Teil geht mir ein bisschen ab. Irgendwie bin ich auf das Material gekommen, also das Material ist FIMO. Ok.

00:13:26: Und dann hab ich ein bisschen herum probiert und hab gemerkt, dass mir das taugt, und dann hab ich einfach geschaut, was ich da machen kann - die Möglichkeit mit dem Material ist einfach endlos. Und es ist

00:13:38: einfach super, wenn ich mich da echt einen Tage oder zwei da hinsetzen kann. Ich habe mich da jetzt auf die Ohrringe momentan spezialisiert. Und das wollte ich Dich eh noch fragen: Wie kann man Deinen Schmuck erwerben? Man kann ihn bei Dir da im Geschäft kaufen,

00:13:49: aber es gibt da jetzt auch, glaub ich, einen neuen Webshop. Genau! Wir haben seit letzten Dezember endlich einen Webshop.

00:13:56: Und der Webshop ist www.katharinalichtenberg.at

00:14:02: Momentan gibt's da auch einen kleinen Sale von vergangenen Kollektionen. Ja, da hab ich heut gleich zugeschlagen.

00:14:12: Super, dann kommen wir vielleicht noch mal zum Film zurück. Wir alle schauen ja Filme, ständig eigentlich, aber was macht denn eine Filmfirma?

00:14:20: Wir machen zu 95% Service für internationale Filmproduktionsfirmen,Wow.

00:14:27: In verschiedenen Größenordnungen. Dass wir eben in Österreich internationale Filmproduktionen dabei unterstützen, das zu drehen und die Bilder einzufangen, die sie gern haben möchten.

00:14:37: Ich sage immer, was ich mache, ist, ich schau, dass zufälligerweise alle gleichzeitig am selben Ort sind, und Equipment auftaucht.

00:14:44: Das bringt mich zu unserer letzten Frage: Was verbindet Dich

00:14:48: mit dem 15. Bezirk? Warum bist Du hier gelandet? Also ich mag #Rudolfscrime. Es war eigentlich so. Ich bin 2004 nach Wien gezogen und

00:14:57: hab den fixen Vorsatz gehabt, ich kauf mir da eine Wohnung. Ja dann hab ich mir genau da eben in der Anschützgasse eine Wohnung angeschaut. Ich bin dann ein bisschen herum gegangen, bin auch in der Nacht unterwegs gewesen und hab eigentlich bemerkt, dass es recht ruhig ist.

00:15:09: Also entgegen der Vorurteile. Und dann habe ich mir gedacht, "Passt, das machen wir!". Super!

00:15:16: Na das freut uns, dass Du da gelandet bist, bei uns im Grätzel. Okay, dann bedanke ich mich für das interessante Gespräch bei Dir Katharina. Gerne! Danke auch

00:15:24: fürs extra Vorbeikommen. Damit habe ich wieder eine neue Playerin und Künstlerin im schönen Rudolfsheim-Fünfhaus Süd kennengelernt. Das freut mich natürlich sehr.

00:15:37: Ich verabschiede mich damit aus der Anschützgasse 6a und vom netten Pausen-Sessel

00:15:43: und gebe zurück in das Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten-Studio.

00:15:48: Vielen Dank, liebe Karin für Deinen Bericht und Baba! Okay, ciao Brigitte. Pfiat Di! Und jetzt ist Karin Martiny "Nordy" dran.

00:15:58: Karin, was hast Du aus dem hohen Norden von Rudolfsheim-Fünfhaus zu berichten. Hallo Brigitte und Maurizio!

00:16:06: Nachdem die letzten Tage doch recht winterlich waren, hat es mich heut, bei frühlingshaften Temperaturen hinaus auf die Schmelz gezogen.

00:16:16: Ich lasse mir auf einer der Bänke die Sonne ins Gesicht scheinen und genieße die japanische Kirschblüte auf der Schmelz, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.

00:16:27: Ja, es ist Frühling geworden, der jetzt bereits zum zweiten Mal einem sogenannten harten Lockdown trotzt. Keine Corona-Verordnung der Welt kann ihn an seine Entfaltung hindern.

00:16:40: Und auch die Vögel warten nicht auf das Ende des Lockdowns, bis sie sich in den Büschen neben mir zum lautstarken Singen versammeln.

00:16:49: Das hat etwas Tröstliches. Und ich sehe, wie viele Menschen hierher kommen, um an diesem Frühlingserwachen Anteil zu nehmen.

00:16:58: Ich sehe Kinder, die mit ihrem Hund um die Wette laufen, viele Paare und Freundinnen, die mit dem Kinderwagen spazieren gehen.

00:17:07: Menschen, die ihren selbst mitgebrachten Kaffee und auch Essen auf einer der Bänke genießen, sich per Videochat mit Freunden unterhalten, viele, die ihre Runden laufen oder auf dem Fahrrad die Schmelz queren.

00:17:22: Und viele Kinder, die mit verschiedensten Gefährten und Rollerblades die Schmelz erkunden,

00:17:28: während die Erwachsenen sich im gebührenden Abstand zueinander unterhalten

00:17:34: oder als Zaungäste einem Hockey-Training auf einem der vielen Sportplätze auf der Schmelz zusehen.

00:17:41: In der Hoffnung, doch einmal bald von Veranstaltungen berichten zu können, gebe ich zurück ins Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten-Studio.

00:17:50: Danke Karin! Tschüss! Baba und bis zum nächsten Mal!

00:17:54: Die beiden sind wirklich toll. Auch wenn man selbst im Bezirk wohnt, erfährt man dennoch immer wieder Neues und Interessantes. Stimmt! Wir können uns sehr glücklich schätzen, die beiden Karins im Podcast-Team zu haben.

00:18:07: Das sehen übrigens auch Sie so, liebe Hörerin, lieber Hörer.

00:18:10: Die letzten beiden Episoden von Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten wurden jeweils fast tausend mal angehört.

00:18:19: Danke an dieser Stelle dafür. Wir freuen uns sehr, dass unser Konzept so gut ankommt.

00:18:25: Maurizio, wie geht es im Museum weiter? Wie bereits erwähnt, befinden wir uns ja noch weiter im Baustellen- Modus.

00:18:33: Was aber jetzt gar nicht so ins Gewicht fällt, weil ohnehin gerade wieder Lockdown ist.

00:18:38: Nach derzeitigen Infos bis 18.4. Du sagst es, liebe Brigitte. Man könnte die Situation in drei Worten zusammenfassen:

00:18:47: Baustelle - Lockdown - Museum ONLINE

00:18:50: Die ersten beiden Begriffe haben wir ja jetzt schon ausführlich behandelt, wie sieht es mit unserer Onlinepräsenz aus, lieber Maurizio?

00:18:58: Sehr gut, würde ich sagen und auch sehr erfreulich, was die Zahlen betrifft. Auf unserem YouTube-Kanal, dem BM15- Channel, haben wir vor einigen Tagen unseren ersten ONLINE Kultur-Spaziergang in sechs Stationen hochgeladen.

00:19:13: Gemeinsam mit dem Online-Vortrag "Im Windschatten des Weltgeists" widmet sich unser Kollege Thomas Reithmayer der industriellen Revolution im heutigen Rudolfsheim-Fünfhaus und dem Fünfhauser Industriezentrum.

00:19:27: "Von der Meierei bis zum Gaswerk". Fast 400 Menschen haben sich die Videos bisher angesehen.

00:19:34: Wenn wir Sie jetzt neugierig gemacht haben und Sie sich das auch ansehen möchten, finden Sie die Links in den Shownotes bzw. im Blogartikel zu dieser Podcast-Folge.

00:19:46: Gibt's im April auch Online-Angebote, liebe Brigitte? Na, das will ich meinen! Wie immer am 15. des Monats laden wir Sie ab 19.00 zu unserer Podcast-Party ein.

00:19:57: Am 16. April können Sie ab 15.30 online via Zoom einen Vortrag von Anton Tantner zum Thema

00:20:06: "Die Schilder des Michael Winkler. Ein Hausnummern-Fabrikant im Wien des 19. Jahrhunderts" mitverfolgen.

00:20:14: Danach steht der Vortrag auch auf unserem BM15-Channel zur Verfügung. Und wie sieht's mit unserer open mic night aus, kann die stattfinden? Falls ja, sicher nicht wie gewohnt. Da hast Du allerdings recht.

00:20:27: Die open mic night im April 2020 haben wir via Zoom abgehalten,

00:20:33: im Oktober durfte sie dann - wenn auch mit ganz wenigen Gästen - im Museum stattfinden und diesmal,

00:20:40: zum 10. Jubiläum, werden wir es so machen, dass die jungen Talente einzeln ins Museum kommen, um ihren Auftritt aufzunehmen.

00:20:49: Und die Gesamtveranstaltung,

00:20:51: können Sie liebe Hörerin, lieber Hörer, dann ab 23.4., 19:30 Uhr auf unserem YouTube-Channel ansehen. Das klingt sehr interessant.

00:21:01: Das Publikum vor Ort wird natürlich fehlen, aber wir können auf diese Art unseren Künstlerinnen und Künstlern doch eine Auftrittsmöglichkeit bieten.

00:21:10: Was auch wegfällt, ist die Möglichkeit für die jungen Talente zu spenden, das sogenannte Hutgeld.

00:21:16: Wenn Sie möchten, können Sie aber mit dem Betreff "open mic night 2021" eine Spende auf das Museumskonto überweisen.

00:21:26: Wir teilen die Summe dann unter den Teilnehmenden auf. Alle Infos dazu finden Sie im Blogartikel zu dieser Podcast-Folge.

00:21:35: Danke, Maurizio! Wir kommen nun schon zum Ende der heutigen Folge. Worum wird es denn in der nächsten Folge von Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten gehen, Brigitte?

00:21:45: Im Mai haben wir einen Podcast-Kollegen zu Gast.

00:21:49: Philipp Schneider gestaltet seit Februar 2021 einmal wöchentlich den Podcast "Guten Morgen, Rudolfsheim!" für die Volkshochschule Rudolfsheim.

00:21:59: Man erfährt nicht nur, was sich an der Volkshochschule in der Schwendergasse tut, sondern auch, was sich in der jeweiligen Woche sonst so im Bezirk abspielt.

00:22:09: Soviel kann ich schon verraten, wir sind da auch ein bisschen mit verbandelt.

00:22:14: Und, der Kollege hat eine wahnsinnstolle Stimme. Sie können also gespannt sein.

00:22:21: Na, da hast Du uns ja jetzt den Mund ganz schön wässrig gemacht, liebe Brigitte.

00:22:25: Schön, dass der 15. Bezirk so kreativ, vielfältig und ideenreich ist. Das ist ein schönes Schlusswort, lieber Maurizio! wie immer vielen Dank für Deine Unterstützung

00:22:36: und bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal! Ciao, Brigitte.

00:22:40: Ja, liebe Hörerin, lieber Hörer. Rudolfsheim-Fünfhaus hat viel zu bieten. Machen wir was draus - gemeinsam.

00:22:48: Wenn Sie ihr Wissen über die Geschichte des 15. Bezirks erweitern möchten, wenn Sie kulturelle und gesellschaftspolitische Themen schätzen,

00:22:57: wenn Sie gespannt auf interessante Menschen und Themen aus Vergangenheit und Gegenwart in 15. Bezirk sind,  dann sind Sie bei uns richtig!

00:23:06: Besuchen Sie unsere Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum - wenn es halt wieder geht.

00:23:12: Verfolgen Sie unsere Aktivitäten auf unserer Webseite, unserem Blog, unserem YouTube-Kanal und auf Facebook, Instagram & Co.

00:23:21: Infos und Links finden Sie in den Shownotes. Wir sind auch gespannt auf Ihre Kommentare und Anregungen.

00:23:29: Ich freue mich auf die nächsten spannenden 15 Minuten bei Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten

00:23:37: und verabschiede mich mit der anregenden Musik von Nigora und der berauschenden

00:23:42: Stimme von Michael Stark.

00:23:59: Auf Wiederhören. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Tag! Ihre Brigitte Neichl

00:24:08: Outro