Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten

Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten

DER Kultur-Podcast aus Wien Rudolfsheim-Fünfhaus

Rudolfsheim-Fünfhaus hat seinen eigenen Podcast!

Im Fokus sind interessante Menschen & Themen aus Vergangenheit und Gegenwart des 15. Wiener Gemeindebezirks. Betrieben wird "Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten" von der ehrenamtlichen Leiterin des Bezirksmuseums Rudolfsheim-Fünfhaus, Brigitte Neichl. Mehr Infos unter www.museum15.at

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00:00:00: Intro

00:00:36: Hallo und herzlich willkommen zur 27. Folge von Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten. Mein Name ist Brigitte Neichl.

00:00:45: Schön, dass sie wieder eingeschaltet haben und bei dieser Episode dabei sind.

00:00:50: Dieser Podcast wird Ihnen präsentiert vom Bezirksmuseum Rudolfsheim-Fünfhaus - dem Veranstaltungsmuseum im Herzen des 15. Bezirks.

00:01:00: Das Museum bietet Ausstellungen, Veranstaltungen und Events für Erwachsene und Kinder und diesen Podcast.

00:01:08: Mehr dazu finden Sie auf www.museum15.at

00:01:14: Heute wieder dabei - in sicherem Abstand - ist Maurizio Giorgi,

00:01:19: mein treuer und inzwischen unentbehrlich gewordener Co-Moderator. Hallo Brigitte!

00:01:25: Ja, ich kann mir ein Leben ohne unserem Podcast auch nicht mehr vorstellen.

00:01:30: Sehr gut! So soll es auch sein. Falls Sie jetzt jemanden vermissen - nämlich unsere Grätzelkorrespondentin Karin Elise Sturm. Keine Sorge!

00:01:40: Sie meldet sich nach unserem Interview. Ah, apropos Interview, liebe Brigitte. Ich glaub, da gibt's eine kleine Änderung. Ja, Du hast recht. eplant war eigentlich ein Gespräch mit Karin Kneißl,

00:01:53: der Geschäftsführerin von LOK Couture,

00:01:55: einem Beschäftigungsprojekt für Menschen, die aufgrund psychischer Probleme derzeit keine Möglichkeit haben, am ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

00:02:05: Der zweite Lockdown dieses Jahres, hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht.

00:02:10: Der ist seit 3. November in Kraft und wird voraussichtlich bis 30. November in Kraft bleiben.

00:02:17: Verständlich, dass Frau Kneißl da jetzt andere Prioritäten hat. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ganz genau!

00:02:25: Ja, der derzeitige Lockdown ist ja auch ein Kultur-Lockdown und trifft damit auch uns als Bezirksmuseum.

00:02:33: Um dennoch Kontakt mit unserem Publikum zu halten, ist Kreativität und das Ausloten möglicher neue Zugänge gefragt.

00:02:43: Zu diesem Thema konnten wir mit Mag. Sabine Fauland vom Museumsbund Österreich

00:02:49: eine kompetente Gesprächspartnerin gewinnen, die uns spannende Einblicke in die Museumslandschaft gewährt

00:02:56: und mit der wir über Museen als Möglichkeitsräume gesprochen haben. Gerade für die kleinen und ehrenamtlich geführten Häuser

00:03:05: sieht sie dabei eine große Chance. Dann würde ich sagen, legen wir los! Klar gern! also,

00:03:13: Ton ab. Ich spreche heute mit Frau Mag. Sabine Fauland, der Geschäftsführerin des Museumsbunds Österreich.

00:03:20: Der Museumsbund Österreich ist eine nationale Dachorganisation

00:03:25: und arbeitet für alle österreichischen Museen, unabhängig von deren Größe oder inhaltlicher Positionierung

00:03:33: sowie für alle mit Museumsangelegenheiten befassten regionalen Einrichtungen in den Bundesländern.

00:03:40: Frau Mag. Fauland, zuerst einmal vielen Dank dafür, dass sich die Zeit für dieses Interview genommen haben, das wir aufgrund des neuerlichen Lockdowns über ZOOM führen.

00:03:50: Ja gerne! Zur ersten Frage: Ich habe ja in meiner Einleitung schon ein wenig erzählt,

00:03:56: aber Sie können unseren Hörerinnen und Hörern sicher noch mehr berichten. Seit wann gibt es den Museumsbund

00:04:03: und was sind dessen Aufgaben - speziell jetzt in Coronazeiten?

00:04:08: Ja also, den Museumsbund gibt so in dieser Form seit 1981. Wir sind also gar keinen so alter Museumsbund. Unsere deutschen Kollegen sind über 100 Jahre alt. Also wir sind in Österreich ein bisschen Nachzügler.

00:04:20: Und wir sind ein Netzwerk und eine Informationsplattform von österreichischen Museen für österreichische Museen. Vor allem ist uns wichtig, dass

00:04:28: unser sehr großer Vorstand - der besteht das fast 40 Personen - die gesamte österreichische Museumslandschaft abbilden kann, sodass wir, wenn wir sprechen, auch wirklich für alle sprechen können.

00:04:39: Das heißt, es sind alle Bundes- alle Landes, alle kleineren Verbände, in den regionalen Ländern, die für Museen arbeiten in diesem Vorstand, alle Berufsverbände. Also da geht's eigentlich zur Sache. Wir sind eine ziemlich große Runde.

00:04:51: Und an sich gibt's aber nur eine Person in der Exekutive, das ist die Frau Fauland, mit der Sie heute sprechen. Sie hat da mehrere Assistenten, die aber auch alle Fauland heißen, also das heißt, am Ende des Tages bleibt alles hier an diesem Schreibtisch hängen. Und in dieser Funktion betreuen wir mehrere Arbeitsgruppen, die Bundesländer-Plattform, wo wir die

00:05:09: regionalen Museumsorganisationen zusammenbringen, die Landesmuseen, Aus- und Weiterbildung, digitales Museum und das inklusive Museum.

00:05:18: Außerdem haben wir eine Zeitschrift, die dreimal im Jahr herauskommt, wir haben unseren Blog

00:05:22: museumspraxis.at, unseren Newsletter, der einmal im Monat erscheint und natürlich auch unsere Webseite. Und diese

00:05:29: drei letzteren Kanäle waren auch zurzeit die wichtigsten Kanäle, die wir verwendet haben, um die sich ständig ändernden

00:05:36: Verordnungen zu verbreiten und Empfehlungen zu geben, wie wir uns zu verhalten haben, sage ich jetzt einmal.

00:05:42: Nicht jedes Bundesland hat ja eine Stelle, die für Museen zuständig ist - beispielsweise in Wien gibt's diese ja nicht -

00:05:49: und da springen auch wir ein und verteilen die Infos und im Hintergrund - das sieht man dann oftmals nicht so -

00:05:55: versucht man natürlich auch Lobbying zu betreiben für die Institution Museum. Also ein ziemlich umfangreiches Aufgabengebiet, das jetzt nicht unbedingt leichter geworden ist.

00:06:05: Allerdings, ja also man hat gut viel zu tun, sag ich jetzt mal so.

00:06:10: Gut, kommen wir zur zweiten Frage: Einiges haben Sie da ja schon angesprochen. Der Museumsbund ist ja österreichweit tätig, aber wenn wir jetzt nach Wien kommen.

00:06:19: Welche Schwerpunkte gibt es in der Bundeshauptstadt?

00:06:22: Also zum einen muss man da natürlich sagen, Wien ist zumindest das bürokratische Zentrum Österreichs. Das heißt, dort findet unsere

00:06:30: hauptsächliche Lobbying-Arbeit statt, weil wir natürlich im ständigen Austausch mit dem jeweils zuständigen Ministerium

00:06:36: sind. Das ist ja auch nicht immer das gleiche. Nach jeder Wahl gibt's dann wieder neue Konstellationen. Und vielleicht so ein Schwank aus den letzten zehn Jahren: Der erste Brief, den wir damals noch an einen Minister verfasst haben, war eine Seite lang. Inzwischen ist unser Standardbrief als Einführung in die österreichische Museumslandschaft und die Herausforderungen sechs Seiten lang. Also das heißt, die Probleme werden nicht weniger, sondern manchmal eher mehr. Da

00:07:02: da ist natürlich Wien das Zentrum

00:07:05: allen Geschehens. Und dann gibt's auch noch die Plattform, wo die Kulturreferenten sich auch mit dem Bund austauschen und das ist dann unser zweitwichtigstes Gremium, das nicht immer in Wien ist.

00:07:14: Oder was in Wien auch ein bisschen anders ist: Wir sind dort eigentlich der Hauptansprechpartner für viele Museen, weil - ich habe es schon erwähnt - es gibt in Wien ja keine Stelle, die sich für Museen, Aus- und Weiterbildung usw. zuständig fühlt.

00:07:26: Das können wir natürlich auch nicht vollumfänglich übernehmen, weil wir nur eine Person sind. Aber wo wir sehr, sehr froh sind, dass wir endlich diese Stabstelle für die Bezirksmuseen bekommen haben in Wien. Das freut uns sehr, dass

00:07:41: da endlich die Bezirksmuseen mehr gesehen werden, weil auch seit ungefähr zehn Jahren, haben wir gebetsmühlenartig immer wieder auch der Stadtpolitik gesagt:

00:07:49: Bezirksmuseen, auf die gehört geachtet, um die muss sich kümmern und die muss man besser servicieren und nicht alleine lassen, vor allem dann nicht, wenn sie nicht alleine gelassen werden wollen. Und da freuen wir uns sehr.

00:08:00: Ja, das stimmt, das ist schon ein Schritt Richtung Professionalisierung

00:08:05: und - wie Sie sagen - dass wir auch besser wahrgenommen und gesehen werden und auch ein bisschen eine Vereinheitlichung. Dass gemeinsame Dinge einfach gemeinsam transportiert werden können.

00:08:17: Absolut! Also ich halte die Bezirksmuseen für ganz außerordentlich wichtige Museen in Wien, aber auch für Österreich.

00:08:24: Sie sind alles kleine Stadtteilmuseen und

00:08:27: sie sind so am Puls der Zeit in ihrer Umgebung und können so schnell tagesaktuell reagieren. Also wir sind froh, dass es keine so

00:08:36: umklammernde Organisation ist, weil ich weiß, viele möchten auch einfach für sich so weitermachen, wie sich tun, und das gehört eben auch dazu. Aber dass es eine Stelle gibt, die Service anbieten kann,

00:08:48: und das man wahrnehmen kann, finde ich schon sehr sehr wichtig, und es freut mich sehr, dass der Matti Bunzl da auch so dahinter war

00:08:54: und ist. Genau. Kommen wir zur dritten Frage:

00:08:58: Ich möchte jetzt noch auf die kleinen Museen in Wien schauen. Sie haben das auch schon ein bisschen vorweggenommen, aber

00:09:06: wollen wir das noch einmal vielleicht beleuchten. Also zu den kleinen Museen gehören ja auch die Bezirksmuseen und

00:09:12: der Unterschied zu den anderen ist ja nicht nur die Größe, sondern auch die Tatsache, dass diese oft ehrenamtlich geführt werden. Welche Unterschiede sehen Sie da?

00:09:22: Gibt es von Ihrer Seite spezielle Angebote für die Kleinen und haben Sie vielleicht Tipps, wie sie sich trotz knapper Ressourcen und Ehrenamtlichkeit 

00:09:31: und - man muss es den Zeiten, wie diesen hinzufügen - trotz Corona, bestmöglich präsentieren können?

00:09:38: Also zum einen muss man sagen, dass das gar nicht so ungewöhnlich ist, denn mehr als die Hälfte der österreichischen Museen wird überwiegend ehrenamtlich

00:09:46: betrieben. Also natürlich in der Bundeshauptstadt, in Wien, neben den großen, großen Tankern wie Kunsthistorisches Museum oder auch das Wien Museum und anderer, geht das vielleicht oft unter, aber die österreichische Museumslandschaft ist genau von dem Typ

00:10:00: "ehrenamtliches Museum" geprägt, wie es auch die Bezirksmuseen sind.

00:10:04: Und dann, ich sehe diese kleinen Eigenheiten, wenn Sie mir erlauben, das so zu sagen, eigentlich als große Chance, weil sie viel schneller und quicker reagieren können, weil Gottfried Fliedel hat er mal gesagt, Museum soll der

00:10:19: Seismograph seine Gesellschaft, seiner umgebenden Gesellschaft sein, und je kleiner die Einheit ist, desto näher ist man eigentlich dran an dem, was man vielleicht Puls der Zeit auch nennt.

00:10:29: Und gerade, weil ich auch denke, in Zukunft wird es darum gehen, das Museum als Plattform zu

00:10:36: denken und das Möglichkeitsraum, und da stehen den Bezirksmuseen und den anderen ehrenamtlichen Museen eigentlich alle Türen offen, viele tolle Sachen zu machen. Und natürlich das digitale Zeitalter, das es uns ermöglicht,

00:10:48: sehr viele Tools auch kostenfrei zu nutzen, machen natürlich für die Sichtbarkeit von diesen Aktionen der Museen,

00:10:56: ist das natürlich toll, sowas zu haben. Ja, das sehe ich auch. 

00:11:01: Gerade die Ehrenamtlichkeit bietet sehr viele Möglichkeiten, Dinge auszuprobieren, zu testen, also man ist nicht in so ein starres System eingebunden, sondern man kann sehr kreativ sein.

00:11:13: Genau, man kann viel schneller agieren, man kann auch noch mal lustige Sachen machen, man kann auch viel leichter scheitern. Eines meiner Lieblingsthemen ist ja auch "Scheitern". Ich finde Scheitern einfach sehr wichtig für den

00:11:24: Lernprozessen, um Dinge ausprobieren, das gehört dazu. Und je größer die Einheit ist, desto weniger ist das möglich.

00:11:30: Damit möchte jetzt nicht sagen, dass da ständig Ideen scheitern und Dinge nicht funktionieren, aber allein, dass man das einmal zulassen kann, dass es passieren könnte, ist eigentlich der Himmel auf Erden, würde ich jetzt mal sagen, in Wirklichkeit.

00:11:44: Natürlich, das knappe Budget ist eine andere Sache, weil das erfordert sehr, sehr viel Kreativität. Das wissen wir alle, die wir hier für Museen arbeiten, dass es

00:11:52: immer leichter ist, viel Geld zu haben, aber vielleicht gibt's da ja auch noch einmal eine Änderung in den nächsten Jahren.

00:11:59: Und haben Sie spezielle Angebote für die Kleinen, für die Ehrenamtlichen? Gibt's da eine Schiene, die

00:12:06: da Unterstützung bietet, ganz speziell? Tatsächlich muss ich sagen, also ich muss mich leider noch mal wiederholen, wir sind ja nur eine Person,

00:12:13: und wir stehen zwar jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung und machen auch viele Projekte auf Zuruf, aber was wir jetzt an sich nicht leisten können, wären so Aus- oder Weiterbildungsangebote. Aber Sie können unseren Newsletter nutzen und unsere Webseite und - wie gesagt -

00:12:28: auch gerne jederzeit anrufen. Die nächste Einheit, die quasi

00:12:33: professionell auch - abseits natürlich der Stabsstelle für Bezirksmuseen und die ARGE Bezirksmuseen - die sich ansonsten noch um Anliegen von Museen kümmert, ist das Museumsmanagement Niederösterreich, das in St. Pölten ja nur eine halbe Stunde von Wien entfernt ist. Und die bieten umfangreiche Aus- und Weiterbildungen auch an. Die insgesamt - glaub ich -

00:12:54: 300 ehrenamtliche Museen und Sammlungen, also die sind auch ein sehr kompetenter und guter Ansprechpartner -

00:12:59: sollte ich mal nicht abheben. Ja dann vielen Dank, das war wirklich sehr, sehr spannend. Also für eine Person ziemlich viel, kann man sagen. Wir waren ja auch schon in Kontakt,

00:13:09: weil wir da letztens einen Artikel in ihrer Zeitschrift hatten.

00:13:13: Wir finden das auch ganz toll, was was Sie tun und was Sie auch anbieten, und dass Sie den Blick auch drauf werfen.

00:13:21: Dass man quasi so eine Institution hat, die eine im Blick jetzt wirklich auf die Museen und auch auf die kleinen Museen wirft.

00:13:29: Das ist schön. Das ist sehr nett, danke schön. Ja dann hoffe ich, dass wir vielleicht noch das eine oder andere Mal zusammenarbeiten.

00:13:37: Ja ich bin mir sicher, weil Sie wissen ja, wir sitzen auch im wissenschaftlichen Beirat von der Stabsstelle Bezirksmuseen, also hoffe ich, dass wir viel miteinander zu tun haben werden in den nächsten Jahren.

00:13:48: Ja, wir haben ja viel vor, wir haben viele Ideen, wie Sie eh schon wissen und wir probieren immer wieder mal was Neues. Find ich voll cool! Dann vielen Dank und schönen Nachmittag!

00:13:59: Danke schön, Ihnen auch! Tschüss! Da gibt's ja jede Menge wertvolle Infos. In der Tat!

00:14:07: Aber, das ist noch nicht alles, stimmt's? Du hast diesmal auch ein Interview geführt.

00:14:13: Mit wem hast du gesprochen und worum ging es da? Ich habe Christa Zahlbruckner vom Museumsmanagement Niederösterreich interviewt. Das Museumsmanagement Niederösterreich betreut die rund 750

00:14:26: öffentlichen Museen in Niederösterreich und hat einen guten Einblick in die Arbeit der Museen.

00:14:32: Vieles trifft aber auch auf die Wiener Museen, also speziell auf die Bezirksmuseen, zu.

00:14:38: Zu hören und zu lesen ist dieses Gespräch im Blogartikel zu dieser Podcast-Folge.

00:14:44: Maurizio, was tut sich sonst bei uns im Museum? Ja leider nicht viel, liebe Brigitte. Bis Ende November - wir haben es ja schon gehört -

00:14:53: bleiben alle Museen geschlossen und es gibt auch keine Veranstaltungen vor Ort.

00:14:57: Unser beliebte Podcast-Party am 15. November ab 19 Uhr können Sie via Zoom mitverfolgen.

00:15:05: Ansonsten laden wir Sie sehr herzlich in unserer zahlreichen Social-Media-Kanäle ein, wo es laufend neue Inhalte gibt.

00:15:13: Alle Infos dazu finden Sie in den Shownotes. Danke Maurizio.

00:15:18: Und jetzt schalten wir um zu unserer Grätzelkorrespondentin Karin Elise Sturm. Hallo Karin, wo befindest Du Dich heute?

00:15:27: Hallo Brigitte, ich melde mich aus dem schönen Süden von Rudolfsheim-Fünfhaus. Wo bist Du da genau, Karin,

00:15:35: und was gibt es Neues? Ich befinde mich am Schwendermarkt. Ich steh da Ecke Dadlergasse Schwendermarkt vor dem.

00:15:44: Bauernladen und Marktcafé "Landkind".

00:15:48: Es ist Freitag am Abend, es sind noch einige Menschen auf der Straße, es ist schon ganz dunkel.

00:15:55: Winter wird's. Kalt ist es heute und neben mir steht einer der Landkinder,

00:16:02: der Stefan Rom. Hallo Stefan! Ganz genau, hallo Karin!

00:16:08: Stefan, ihr versorgt uns da im Grätzel ja jetzt schon seit einigen Jahren mit saisonalen und regionalen Bio-Produkten und sehr gutem Essen vor allem, dem Tagesteller.

00:16:17: Wir erleben jetzt den zweiten Lockdown dieses Jahr. Der betrifft uns alle, aber die Gastronomie natürlich besonders hart.

00:16:24: Ihr habt euch aber einiges einfallen lassen, um eure Produkte trotz der widrigen Umstände sicher und schnell an den Mann und an die Frau zu bringen. Magst uns davon ein bisschen erzählen? Ja, sehr gern. Wir haben mit dem Landkind

00:16:37: schon im ersten Lockdown angefangen zu liefern und unseren Online-Shop aufzubauen. Wir haben unser gesamtes Sortiment online gestellt und wir haben

00:16:46: das Grätzel beliefert mit teilweise mit einem geborgten Lastenrad, teilweise mit dem eigenen privaten Rad, also eigentlich alles gemacht, um dieses Angebot aufrecht zu erhalten.

00:16:58: Und wir haben auch sehr viel daraus gelernt und haben uns für dieses Mal vorgenommen, es noch besser zu machen und für die Leute in der Gegend einfach

00:17:08: noch mehr zu schaffen. Und da sind wir auf ein Projekt gekommen, das ist eigentlich schon beim letzten Mal ein bisschen entstanden. Das ist die GEMMAZONE. Die GEMMAZONE hat im letzten Lockdown

00:17:18: angefangen, für andere Unternehmen im Grätzel, jetzt außerhalb vom Landkind, Dinge zu liefern. Wir haben gesagt, wenn wir jetzt sowieso unterwegs sind überall im 15.,

00:17:27: ja dann pack ma doch ein Buch ein von der Romana vom Buchcafé Melange oder nehmen wir halt die ein oder andere Ware mit - ob es jetzt ein

00:17:34: Tyrannen-Quartett ist oder oder selbst gesticktes Bild von der Metaware, oder ob vielleicht auch das ein oder andere Modestück eben44 ist oder der Kaffee vom GOTA und haben den anderen Unternehmen eben angeboten,

00:17:49: dass wir für sie mitliefern. Unter dem Titel der GEMMAZONE, also eine Zone, die fußläufig erreichbar ist

00:17:56: und wo mehrere Unternehmen sich gemeinsam präsentieren oder eben gemeinsam ihre Waren liefern. Jetzt heben wir das auf die nächste Ebene.

00:18:04: Der Shop, den wir aufgebaut haben, liegt auf www.gemmazone.at

00:18:11: Und der ist so ausgerichtet, dass er nicht nur die Produkte vom Landkind verkaufen wird, sondern das auch nach und nach immer mehr Produkte von anderen Grätzel-Unternehmen auf dieser Plattform präsentiert werden.

00:18:22: Das Besondere jetzt für den Kunden: Ich nehme das von unterschiedlichen Geschäften, lege das in einen Warenkorb und bekomme das gesammelt in einer Lieferung zugestellt. Und jetzt kann man nicht nur einkaufen und vom Landkind Essen bestellen,

00:18:36: sondern man kann z.b. vom Landkind einen Kuchen, vom Viennas Vietnam

00:18:40: ein Fo, und dann vielleicht noch Lebensmitteleinkäufe und in Zukunft vielleicht noch ein Buch vom Buchcafé und so weiter sich bestellen und auf einer Lieferung liefern lassen.

00:18:51: Und genau das soll die GEMMZONE leisten. Das Projekt, das ist jetzt in der Anfangsphase, aber wird werden das stetig aufbauen und ich freue mich eigentlich sehr drauf,

00:19:00: da in schönes Angebot online für die Grätzelbewohner zu schaffen.

00:19:03: Super, das sind gute Nachrichten aus dem Reindorf-Grätzel. Da tut sich was, trotz der komplizierten Lockdown-Umstände. Was tut sich sonst noch im Bezirk? Kulturell ist ja besonders schwierig. Alle Veranstaltungen unter Einbeziehung von Menschen, also praktisch

00:19:17: alle Kunst- und Kultur Events sind verboten.

00:19:20: Romana Ledl, die Besitzerin des Buchcafé Melange, hat daher beschlossen, die Lesung von Melisa Erkurt aus ihrem neuen Buch "Generation Haram" ins Netz

00:19:29: zu verlegen. Am 20. November abends um 19 Uhr kann man via einer Zoom-Veranstaltung ganz sicher bei sich zu Hause an der hochkarätigen Lesung teilnehmen. Alle Infos finden Sie im Blogartikel 

00:19:42: zu dieser Podcast-Folge, den Link finden Sie in den Shownotes.

00:19:46: So, das war's, liebe Brigitte. Ich gebe zurück ins Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten-Studio und freue mich auf meinen nächsten Einsatz. Wenn es wieder heißt, die

00:19:55: Grätzelkorrespondentin ist auf Achse im Süden von Rudolfsheim-Fünfhaus. Vielen Dank, liebe Karin, für Deinen Bericht und

00:20:04: bis zum nächsten Mal! Ciao! Ja cool, das war ja der erste Außeneinsatz für unsere Grätzelkorrespondentin, ist super gelaufen,

00:20:12: Ja, fand ich auch. Liebe Brigitte, erzählst Du uns noch kurz, wie es mit unseren Podcasts weitergeht?

00:20:20: Inzwischen haben wir ja schon zwei. Ja genau! Unsere zweiter Podcast heißt

00:20:25: "Zeitreise durch Wien Rudolfsheim-Fünfhaus". Gemeinsam mit Bezirkshistorikerin und Museumsmitarbeiterin Waltraud Zuleger

00:20:33: begebe ich mich da auf eine Zeitreise durch den heutigen 15. Wiener Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus. In Form einer Mini-Serie

00:20:42: bewegen wir uns bei dieser Reise in die Vergangenheit zwischen Ende des 12. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts. In fünf kompakten Folgen behandeln wir dabei die Geschichte von Rudolfsheim-Fünfhaus. Die erste Folge

00:20:57: ist am 30.10. erschienen, die nächste folgt am 30.11. Wie lautet der Titel der Episode?

00:21:06: "Der Kampf um die Reindorfkirche". Toll, klingt spannend. Und worum wird es am 15.12. gehen, Brigitte? Im Dezember gibt es - so wie bereits im Vorjahr -

00:21:17: eine Audiocollage mit Interviews, die wir beim diesjährigen Reindorfgassenfest geführt haben. Mehr wird noch nicht verraten.

00:21:25: Lieber Maurizio, vielen Dank für deine Unterstützung und bis zum nächsten Mal!

00:21:30: Es war mir wie immer ein Vergnügen, liebe Brigitte. Ja liebe Hörerinnen und Hörer, Rudolfsheim-Fünfhaus hat viel zu bieten.

00:21:39: Machen wir was draus - gemeinsam!

00:21:42: Wenn Sie ihr Wissen über die Geschichte des 15. Bezirks erweitern möchten, wenn Sie kulturelle und gesellschaftspolitische Themen schätzen,

00:21:51: wenn Sie gespannt auf interessante Menschen und Themen aus Vergangenheit und Gegenwart im 15. Bezirk sind,

00:21:58: dann sind Sie bei uns richtig! Besuchen Sie unsere Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum,

00:22:04: verfolgen Sie unsere Aktivitäten auf unserer Webseite, unserem Blog, unserem Youtube-Kanal und auf Facebook Instagram und Co.

00:22:13: Infos und Links finden Sie in den Shownotes. Wir sind auch gespannt auf ihre Kommentare und Anregungen.

00:22:20: Ich freue mich auf die nächsten spannenden 15 Minuten bei Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten

00:22:28: und verabschiede mich mit der anregenden Musik von Nigora und

00:22:32: der berauschenden Stimme von Michael Stark.

00:22:49: Auf Wiederhören. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Tag. Ihre Brigitte Neichl

00:22:59: Outro